Pressemitteilungen 2016
Vereinfachte Nutzung Cannabis-haltiger Arzneien geplant
DGS fordert Konkretisierung des Gesetzentwurfs der Bundesregierung
Berlin, 1. Dezember 2016 – Die Versorgergesellschaft Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e. V. (DGS) und die Deutsche Schmerzliga e. V. (DSL) befürworten die Initiative der Bundesregierung zur vereinfachten medizinischen Nutzung Cannabis-haltiger Arzneien. Erstmalig akzeptiert der Gesetzgeber damit, dass mit den in Deutschland zugelassenen Arzneimitteln nicht jeder Mensch mit chronischen Schmerzen adäquat behandelt werden kann und einer individualisierten medizinischen Versorgung bedarf. Neben der Vereinfachung der Verordnungsfähigkeit müsse jetzt jedoch auch die Kostenübernahme seitens der Gesetzlichen Krankenkassen geregelt werden, damit diese Behandlung betroffenen Patienten auch wirklich zu Gute kommen kann, lautet eine der Forderungen in einem ge-meinsamen Positionspapier einer interdisziplinären Gruppe von Experten.
Oberursel/Holzkirchen, 27. September 2016 – Die Versorgung von Menschen mit chronischen Schmerzen und die zahlreichen Stolpersteine, die bei der Verordnung und Abgabe von Schmerzmedikamenten, bei der Beratung der Betroffenen, der Wirksamkeitsevaluation und dem Nebenwirkungsmanagement berücksichtigt werden müssen, stellen Arzt und Apotheker gleichermaßen vor große Herausforderungen. Angesichts der besonderen Anforderungen, der Komplexität der Schmerztherapie und der großen Zahl Betroffener ist es erforderlich, dass Arzt und Apotheker an einem Strang ziehen. Mit dem Ziel, die schmerztherapeutische Versorgung in Deutschland nachhaltig flächendeckend zu verbessern und den betroffenen Patienten Lebensqualität zurückzugeben, haben die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS) e.V. und der Holzkirchner Arzneimittelhersteller Hexal ihre Kompetenzen gebündelt und das Fortbildungskonzept „MENSCH – Masterclass. Education. SCHmerz“ entwickelt. Mit diesem bisher einzigartigen interdisziplinären Fortbildungsangebot wird ein neuer Weg beschritten: Zum ersten Mal werden beide Fachdisziplinen, Ärzte und Apotheker, integriert – sowohl bei der Entwicklung der Inhalte als auch bei der Präsentation der verschiedenen Themenkomplexe. Im Rahmen regionaler Veranstaltungsreihen soll deutschlandweit möglichst vielen Allgemeinärzten und Apothekern die kostenlose Teilnahme an dem modular aufgebauten Fortbildungsprogramm ermöglicht werden, um so einen ganzheitlichen Mehrwert im Bereich der Schmerztherapie zu schaffen. Ein weiteres Qualitätskriterium dieser Kooperation ist zudem die Zertifizierung der Teilnahme durch die DGS sowie durch die jeweils beteiligten Landesärzte- und Landesapothekerkammern.
mein-Schmerz.de jetzt online
Schmerzdokumentation – einfach gemacht: Das neue Online-Tool für
Schmerzpatienten
Oberursel, 13. Juli 2016 – Mit „mein-Schmerz.de“ steht ab sofort eine neue Plattform für chronische Schmerzpatienten zur Verfügung, auf der die individuellen Beschwerden online erfasst und ausgedruckt werden können. Mit dem Bericht kann der Patient zu seinem Arzt gehen, um gemeinsam mit ihm die weiteren Schritte zu besprechen. Der Bericht gewährt einen schnellen Überblick über die verschiedenen bio-psycho-sozialen Aspekte der zugrunde liegenden Schmerzerkrankung und erleichtert die Auswahl einer geeigneten Therapie sowie zusätzlich sinnvoller Begleitmaßnahmen. Das neue Online-Portal ist ein kostenloses Angebot der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS) und der Patientenorganisation Deutsche Schmerzliga e.V., und stellt neben dem Online-Dokumentations-dienst für Ärzte „iDocLive®“ eine weitere wertvolle Ergänzung des weltweit umfangreichsten Schmerzregisters DGS-PraxisRegister Schmerz dar.
Weitere Informationen unter: www.mein-schmerz.de
Das Wohl des Patienten im Blick
Deutsche Gesellschaft
für Schmerzmedizin e.V. begrüßt Anti-Korruptionsgesetz
Oberursel, 6. Juni 2016 – Am 04. Juni 2016 ist das „Gesetz zur Bekämpfung von Korruption im Gesundheitswesen“ in Kraft getreten. Die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS) begrüßt das Gesetz. Denn ab sofort können Patienten darauf vertrauen, dass Ärzte ausschließlich das Patientenwohl im Blick haben – ohne persönliche, wirtschaftliche oder andere Interessen. Einflussnahme und Bestechung, so Dr. Gerhard H. H. Mueller-Schwefe, Präsident der DGS, ist nicht nur das Überlassen von Praxisartikeln oder ein umfangreiches Rahmenprogramm bei Kongressen. Durch die Bereitstellung von Drittmitteln werden auch Forschung und Lehre an Universitäten beeinflusst. Die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin, die VersorgerGesellschaft, hat seit ihrer Gründung nur das Wohl der Patienten mit chronischen Schmerzen im Blick, ihre mehr als 4.000 Mitglieder folgen diesem Auftrag in 129 regionalen DGSSchmerzzentren und vielen anderen Einrichtungen.
Versorger der DGS betreuen Schmerzpatienten jeden Tag
365
Aktionstage Schmerz pro Jahr – für die Mitglieder der DGS die Regel
Hamburg, 25. Mai 2016 – Die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS) – mit rund 4.000 Mitgliedern die größte Gesellschaft praktisch tätiger Schmerztherapeuten in Europa – betreut alleine in ihren 129 regionalen Schmerzzentren über 100.000 Patienten pro Quartal und steht Menschen mit chronischen Schmerzen an 365 Tagen im Jahr zu Verfügung. „Damit gibt es für die Mitglieder der DGS nicht nur einen ‚Aktionstag gegen den Schmerz’, sondern 365 Aktionstage. Diese werden dringend benötigt, um Betroffenen dabei zu helfen, ihre Not zumindest ansatzweise zu lindern und ihnen eine Rückkehr in ihr Leben zu ermöglichen“, fasst PD Dr. Michael A. Überall (Vizepräsident der DGS) das Anliegen der DGS zusammen.
mein-Schmerz.de – DGS-PraxisRegister startet unabhängige Patientenplattform
Hamburg, 25. Mai 2016 – Ab Mitte des Jahres profitieren nicht nur die Patienten, deren Ärzte und Therapeuten mit der DGS-eigenen Online-Dokumentationsplattform iDocLive® arbeiten, von dem neuartigen Tool. Mit „mein-Schmerz.de“ eröffnet das DGSPraxisRegister Schmerz über sein Online-Dokumentationstool iDocLive® ab Ende Juni 2016 eine Plattform für alle Schmerzpatienten in Deutschland – kostenlos und unabhängig von Versicherungsstatus und behandelndem Arzt. Damit haben Schmerzpatienten erstmalig die Möglichkeit, unabhängig von einem Arzt ihre Beschwerden unter Verwendung validierter Selbstauskunftsinstrumente online zu erfassen, in Berichtsform auszudrucken und damit zu ihrem Arzt zu gehen. Dieser kann sich so einen schnellen Überblick über die verschiedenen bio-psycho-sozialen Aspekte der zugrunde liegenden Schmerzerkrankung verschaffen und darauf aufbauend eine geeignete Therapie auswählen sowie zusätzlich sinnvolle Begleitmaßnahmen ergreifen. Wenn er via iDocLive® selbst am DGS-PraxisRegister Schmerz teilnimmt, kann er die Daten außerdem in sein Online-Dokumentationssystem übernehmen und bei Bedarf mit weiter-/mitbehandelnden Ärzten und anderen Therapeuten teilen.
In Hamburg wurde die neue Patientenplattform mein-schmerz.de vorgestellt, die ab Ende Juni an den Start geht (v.l.n.r.: Britta Maurus u. Madeleine Backe vom Rückenschmerzzentrum am Michel in Hamburg, PD Dr. Überall, Dr. Müller-Schwefe)
DGS-PraxisRegister Schmerz – Versorgungsforschung mit Routinedaten
Standardisierte Dokumentation in der Schmerzmedizin
Hamburg, 25. Mai 2016 – In vielen Bereichen der Medizin dienen standardisierte Dokumentationen ausschließlich als Instrument zum Nachweis und zur Abrechnung erbrachter Leistungen am Patienten. Dabei kommt ihnen – aufgrund der vielschichtigen bio-psycho-sozialen Komplexität chronischer Schmerzen – für die differenzialdiagnostische Evaluation und therapeutische Versorgung im praktischen Alltag eine sehr viel größere Bedeutung zu. Unter Verwendung validierter mehrdimensionaler Selbstauskunftsfragebögen bieten systematische Patientendokumentationen einen viel differenzierteren Einblick in chronische Schmerzsyndrome und deren Vielschichtigkeit als die üblichen Routineevaluationen. Gleichzeitig eröffnen diese Instrumente neue Möglichkeiten der Patientenevaluation und bieten Patienten wie Ärzten alternative Plattformen für eine Kommunikation auf Augenhöhe.
„Ärzte sollten mehr auf ihre Erfahrung setzen“
Exzellenz-Symposium
zum Abschluss des Deutschen Schmerz- und Palliativtages
Frankfurt, 05. März 2016 – Zu einem Symposium der besonderen Art hatte die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS) zum Abschluss des Deutschen Schmerz- und Palliativtages eingeladen, der in der vergangenen Woche in Frankfurt am Main stattfand. Unter dem Titel „Götzenanbetung in der Medizin“ zeigten die Redner die Grenzen der drei wesentlichen Koordinaten in der heutigen Medizin auf: der Ökonomie, der Wissenschaft und der Evidenz. Das Fazit des Exzellenz-Symposiums: In der heutigen Medizin läuft einiges falsch. Ärzte sollten viel mehr auf ihre Erfahrung und die ärztliche Kunst setzen.

"Maio fordert ein neues Verständnis der ärztlichen Leistung"
Foto (DGS/Leissl):
Prof. Dr. Maio Giovanni
Schmerzmedizin meets Onkologie
Interdisziplinärer Austausch
im Sinne der Patientenversorgung
Frankfurt, 05. März 2016 – In fortgeschrittenen Stadien leiden zwischen 62 und 86 Prozent der Tumorpatienten – abhängig von der Tumorentität – unter starken Schmerzen. Tumorschmerzen sind daher schon immer ein Teilbereich, mit dem sich Schmerzmediziner intensiv befassen. Im Sinne der Patientenversorgung geht es der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS) auch darum, den interdisziplinären Austausch zu fördern. Der Deutsche Schmerz- und Palliativtag widmete daher diesem Thema einen speziellen Veranstaltungsschwerpunkt: „Onkologie meets Schmerzmedizin & Schmerzmedizin meets Onkologie“. Die zentrale Fragestellung innerhalb der verschiedenen Vorträge: Wie arbeiten Onkologen und Schmerzmediziner im Sinne einer optimalen Patientenversorgung zusammen?
Berufsgruppenübergreifende Vernetzung im Sinne der Patientenversorgung
NetzwerkApotheke Schmerz – ein Fortbildungs- und Kooperationsprojekt
der DGS
Frankfurt, 05. März 2016 – Für viele Patienten mit Schmerzen ist die Apotheke die erste Anlaufstelle, das verschreibungsfreie Medikament eine schnelle Lösung. Problematisch kann die Einnahme verschreibungsfreier Medikamente jedoch bei Patienten sein, die auch andere Medikamente einnehmen. Daher sei eine berufsgruppenübergreifende Vernetzung – besonders zwischen Ärzten und Apothekern – zentral, um die Versorgung von Schmerzpatienten zu verbessern, so das Fazit eines Symposiums im Rahmen des Deutschen Schmerz- und Palliativtages. Deshalb hat die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS) das Fortbildungsprojekt NetzwerkApotheke Schmerz ins Leben gerufen.
Zeitsparend dokumentieren, Versorgungsforschung fördern
iDocLive® – internetbasierte Dokumentation liefert Echtzeitdaten für
das DGS-PraxisRegister Schmerz
Frankfurt, 04. März 2016 – Die Dokumentation von Patientendaten ist für viele Ärzte ein aufwändiger Prozess. Gerade bei den begrenzten Kapazitäten der in der Schmerzmedizin tätigen Ärzte ist daher ein zeitsparendes Tool willkommen. iDocLive®, das internetbasierte Dokumentationsprogramm der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS), nutzen bisher viele Ärzte mit insgesamt mehr als 50.000 Patienten. Gleichzeitig liefert das System die Basis für das DGS-PraxisRegister Schmerz, das bundesweit größte schmerzmedizinische Versorgungsforschungsprojekt. Aktuelle Informationen zu dem Dokumentationstool wurden jetzt beim Deutschen Schmerz- und Palliativtag vorgestellt.

Dr. Jakob Emrich, Ludwigshafen, einer der ersten Anwender von iDocLive
Foto (c) DGS/Martin Leissl
Dr. Günther Bittel mit Schmerzpreis der DGS und DSL ausgezeichnet
Bittel stiftet das Preisgeld für Gesundheitszentrum im syrischen Kobane
Frankfurt, 04. März 2016 – Für sein Engagement bei der Integration naturheilkundlicher Therapieverfahren in die Schmerzmedizin sowie in der Aus- und Weiterbildung von Schmerzmedizinern wurde Dr. med. Günther Bittel, Leiter des Regionalen DGS-Schmerzzentrums Duisburg, mit dem diesjährigen DEUTSCHEN SCHMERZPREIS – Deutscher Förderpreis für Schmerzforschung und Schmerztherapie ausgezeichnet. Der Preis, der von dem Limburger Pharmaunternehmen Mundipharma gestiftet wird, ist mit 10.000 Euro dotiert und wurde im Rahmen des Deutschen Schmerz- und Palliativtages 2016 in Frankfurt am Main überreicht. Wissenschaftlicher Träger des Preises sind die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS) und die Deutsche Schmerzliga e.V.. Bittel stiftet das Preisgeld für ein Gesundheits- und Sozialzentrum in Kobane, Syrien, das er seit dem vergangenen Jahr mit aufbaut.
„Opioid-Abhängigkeit bei Schmerzpatienten ist ein überschätztes Problem“
Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin setzt sich für den rationalen
Einsatz stark wirksamer Schmerzmedikamente bei nicht-tumorbedingten Schmerzen
ein
Frankfurt, 03. März 2016 – Der Einsatz von Opioiden bei nicht-tumorbedingten Schmerzen wird immer wieder kontrovers diskutiert. Der Grund: Ärzte und Patienten befürchten eine Abhängigkeit von diesen stark wirksamen Schmerzmedikamenten im Sinne von Sucht. Beim Deutschen Schmerz- und Palliativtag diskutierten Experten über die Wahrscheinlichkeit einer Opioid-Abhängigkeit mit dem Ergebnis: Das Risiko einer Abhängigkeit ist in der Praxis bedeutend weniger relevant als befürchtet. Viel wichtiger sei es, Patienten mit starken Schmerzen wirksame Therapien nicht vorzuenthalten.
Zunehmende Anzahl an Schmerzpatienten benötigt Facharzt für Schmerzmedizin
Eröffnung des Deutschen Schmerz- und Palliativtages 2016
Frankfurt, 03. März 2016 – Seit Jahren nimmt die Anzahl chronischer Schmerzpatienten in Deutschland zu. Laut des aktuellen Arztreports 2016 der Barmer GEK, der in der vergangenen Woche veröffentlicht wurde, erhalten inzwischen 33 Prozent der Menschen in Deutschland zumindest einmal pro Jahr eine Schmerzdiagnose. „Um dieser großen, wachsenden Patientenzahl gerecht zu werden, benötigen wir eine gravierende Verbesserung der derzeitigen Versorgungssituation. Wir brauchen den Facharzt für Schmerzmedizin“, sagte Dr. Oliver Emrich, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS), beim Eröffnungsvortrag zum Deutschen Schmerz- und Palliativtag 2016 in Frankfurt.
„Um dieser großen, wachsenden Patientenzahl gerecht zu werden, benötigen wir eine gravierende Verbesserung der derzeitigen Versorgungssituation.Wir brauchen den Facharzt für Schmerzmedizin“, sagte Dr. Oliver Emrich, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS), beim Eröffnungsvortrag zum Deutschen Schmerz- und Palliativtag 2016 in Frankfurt.
„Das Wichtigste ist es, den Patienten anzufassen“
Tipps
für eine erfolgreiche Schmerzmedizin im Praxisalltag
Frankfurt, 03. März 2016 – Kompetente und hilfreiche Tipps für den Praxisalltag zur Behandlung von Patienten in unterschiedlichen Schmerzsituation erhielten Besucher des Deutschen Schmerz- und Palliativtages im Rahmen des Seminars „Speed-Dating Schmerzmedizin“, einer Veranstaltung zum Update über die verschiedenen Schmerzformen. Dabei standen die wichtigsten Faktoren zur Diagnostik und Therapie von Schmerzen im Alter, Kopfschmerz, Nervenschmerz, Tumorschmerz sowie Rücken- und Gelenkschmerz auf dem Weiterbildungsprogramm.
Wichtige Tipps für eine erfolgreiche Schmerzmedizin im Praxisalltag
gab u.a.
Dr. med. Silvia Maurer, Vizepräsidentin der DGS.
Auftakt-Pressekonferenz "Deutscher Schmerz- und Palliativtag
2016“
Für eine angemessene Patientenversorgung
Frankfurt, 02. März 2015 – Vom 2. bis 5. März findet in Frankfurt am Main der 27. Deutsche Schmerz- und Palliativtag statt. Mit dem Motto „Patientenversorgung im Mittelpunkt“ unterstreicht die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS) die Forderung nach einer patientenorientierten Medizin, einer flächendeckenden Versorgungslandschaft und einer engen Kooperation aller dafür notwendigen Therapeuten: Ärzte, nichtärztliches Assistenzpersonal, Pflegekräfte und Apotheker, Physio- und Psychotherapeuten. Denn sie alle verfolgen das gleiche Ziel: die angemessene Versorgung schmerzkranker Menschen.
Die VersorgerGesellschaft: Die Patientenversorgung im Mittelpunkt
(v.l.n.r.: Birgitta Gibson, Dr. med. Oliver Emrich, PD Dr. med. A. Michael
Überall, Dr. med. Silvia Maurer, Dr. med. Johannes Horlemann, Klaus H. Längler)
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Nationales Versorgungsforum Schmerz
Leitplanken für eine bessere Schmerzversorgung
Oberursel, 26. Januar 2016. Auf Einladung der Deutschen Schmerzliga e.V. (DSL), der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS) und des Berufsverbands der Ärzte und Psychologischen Psychotherapeuten in der Schmerz- und Palliativmedizin in Deutschland e.V. (BVSD) diskutierten im November in Berlin Vertreter aus Politik und Gesundheitswesen Konzepte für eine bessere Schmerzversorgung in Deutschland. Konsens bestand darin, dass es für Patienten mit chronischen Schmerzsyndromen flächendeckende Versorgungsangebote geben muss, die die spezifischen Bedürfnisse dieser Patientengruppe besser adressieren. Selektive Versorgungsangebote in einzelnen Regionen oder für Versicherte ausgewählter Krankenkassen werden dem Problem demnach nicht gerecht.
Strukturierte Versorgung statt Arzt-Hopping
Schmerzmedizin rechnet sich!
Oberursel, 18. Januar 2016. Die strukturierte Betreuung von Schmerzpatienten ist keine unbezahlbare Utopie naiver Idealisten. Innovative Ansätze der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS) und des Berufsverbands der Ärzte und Psychologischen Psychotherapeuten in der Schmerz- und Palliativmedizin (BVSD) in Kooperation mit Krankenkassen zeigen seit Jahren, dass eine bessere schmerzmedizinische Versorgung mit selektiven Versorgungsverträgen funktionieren kann. Ingo Kailuweit, Vorstandsvorsitzender der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) und Klaus Rupp, Fachbereichsleiter Versorgungsmanagement bei der Techniker Krankenkasse (TK), betonen, dass sich das Engagement medizinisch und finanziell lohne, weil unnötige Therapien und Mehrfachdiagnostik durch gezielte Frühinterventionen vermieden werden.
Raus aus den Silos
Schmerz hält sich nicht an Fachgebiete
Oberursel, 11. Januar 2016. Schmerzmedizin erfordert funktionell-orthopädische, neurologische, psychosoziale, psychiatrische und anästhesiologische Kompetenzen. Die wenigen bestehenden multimodalen, multiprofessionellen Netzwerke können eine flächendeckende schmerzmedizinische Versorgung in Deutschland nicht gewährleisten. Schmerzexperten fordern deswegen einen Facharzt für Schmerzmedizin.
Wohnortnahe Schmerzversorgung
Ohne freiberufliche Schmerzspezialisten geht es nicht
Oberursel, 4. Januar 2016. Eine wohnortnahe schmerzmedizinische Versorgung ist in Deutschland ein frommer Wunsch. Patientenvertreter, Schmerzexperten und Vertreter des Deutschen Hausärzteverbands forderten auf dem „Nationalen Versorgungsforum Schmerz“ am 12. November 2015 in Berlin eine abgestufte, ambulante, freiberufliche Versorgung mit einer ausreichenden Zahl an Schmerzmedizinern, klar definierten Schnittstellen und einer systematischen Bedarfsplanung.
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