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http://www.DGS-PraxisLeitlinien.defung von Alltagstauglichkeit und -wertigkeit durch die sog. interne Evidenz von
in diesem Bereich der Schmerzmedizin tätigen und erfahrenen Experten sowie
die Berücksichtigung der praktischen Relevanz der formulierten Empfehlungen
bzgl. der Bedürfnisse und Anforderungen Betroffener (entsprechend dem Drei-
Säulenmodell von Sackett). Ausgangspunkt der PraxisLeitlinien-Entwicklung war
die Sammlung der verfügbaren medizinischen Literatur entsprechend der übli-
chen Datenbankrecherchen, ihre Sichtung und Wertung (entsprechend Harbour
R, Miller J, for the Scottish Intercollegial Guidelines Network (SIGN) Grading Re-
view Group. A new system for grading recommendations in evidence based gui-
delines. BMJ 2001; 323(11): 334-336) sowie die Formulierung praxisrelevanter
Empfehlungen und Aussagen zur Behandlungsindikation. Nach Abschluss dieser
Entwicklungsphase durch das Institut für Qualitätssicherung in Schmerz- und Pal-
liativmedizin (IQUISP) am 09. November 2012 wurden die resultierenden Aussa-
gen/Empfehlungen anschließend über das offene DGS-PraxisLeitlinien-Portal der
Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS) der Öffentlichkeit bis Ende
Dezember 2012 zur Diskussion gestellt und alle interessierten Kreise gebeten,
die Aussagen/Empfehlungen zu kommentieren bzw. auf Fehler und/oder Emp-
fehlungslücken hinzuweisen. Die eingegangenen Kommentare wurden dann vom
IQUISP bis zum 31. Januar 2013 bearbeitet und die abschließende Aussagen/
Empfehlungen dieser PraxisLeitlinie dann den Mitgliedern der Deutschen Ge-
sellschaft für Schmerzmedizin bzw. den Mitgliedern der Deutschen Schmerzliga
(Patientenversion) vom 01. bis 28. Februar zur abschließenden Konsentierung
über das online-Portal vorgelegt. Im März 2013 wurden dann erste Ergebnisse
der PraxisLeitlinie tumorbedingte Durchbruchschmerzen auf dem Deutschen
Schmerztag in Frankfurt vorgestellt und die Leitlinie selbst im April 2013 durch
den Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin in der vorliegen-
den Form verabschiedet.
Diese DGS-PraxisLeitlinie umfasst 128 Empfehlungen, die in 7 Kapiteln zu allen
Aspekten tumorbedingter Durchbruchschmerzen - d.h. zu Fragen der Definition
(n=8), epidemiologischen Informationen (n=2), Differenzialdiagnostik (n=15), kli-
nischen Merkmalen (n=10), gesundheitsökonomischen Aspekten (n=9), Behand-
lung (n=74) und sonstigen bzw. rechtlichen Aspekten (n=10) – Stellung nehmen.
An der Konsentierung beteiligten sich insgesamt 167 Schmerzspezialisten der
Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin und 93 Schmerzexperten der Deut-
schen Schmerzliga. Der Konsentierungsgrad der Aussagen durch die Mitglieder
der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin bzw. der Deutschen Schmerz-
liga war hoch (siehe Abbildung 1) und lag im Mittel auf der zugrunde gelegten
Zustimmungsskala (einer VAS100 mit den Endpunkten 0 = keine Zustimmung
bzw. 100 = volle Zustimmung) bei 94,8±3,8 / 94,6±2,6 (Median: 96,4 / 93,3). Die
Aussage mit dem seitens Ärzten und Patienten „geringsten“ Konsentierungs-
grad war mit 78,2 bzw. 81,1 eine Stellungnahme bzgl. der unzureichenden De-