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http://www.DGS-PraxisLeitlinien.deDen Autoren ist bewusst, dass sie mit den vorliegenden Empfehlungen und Ih-
rer grundsätzlich kritischen Einstellung bzgl. einer gesetzlichen Verpflichtung zur
generischen Substitution in der Schmerzmedizin möglicherweise nicht nur die
Grenzen entsprechender Empfehlungen seitens Gesetzgeber und Kostenträger
überschreiten, sondern auch konfliktträchtiges Terrain betreten. Angesichts der
komplexen Rahmenbedingungen, unter denen heute Menschen mit chronischen
Schmerzen versorgt und unter Berücksichtigung der nicht selten mühsamen und
langwierigen Wege die im konkreten Einzelfall zur Erzielung eines individuell be-
deutsamen Behandlungserfolges beschritten werden müssen, erscheinen diese
Probleme jedoch nachrangig und die nachfolgenden Empfehlungen dem berech-
tigten Anspruch Betroffener auf eine dem jeweiligen Einzelfall anzupassende in-
dividualisierte Therapie geschuldet.
Durch diesen Anspruch erklären sich auch mögliche Konflikte zwischen einzelnen
Empfehlungen dieser DGS-PraxisLeitlinie und aktuellen regulatorischen Vorga-
ben der Arzneimittelsubstitution wie sie z.B. bundesweit durch den Bundestag
oder den gemeinsamen Bundesausschuss als untergesetzgeberischen Normge-
ber bzw. regional in einzelnen Bundesländern durch Organe der ärztlichen Selbst-
verwaltung (wie z.B. Kassenärztliche Vereinigungen) verabschiedet wurden.
PD Dr. med. Michael A. Überall
Dr. med. Gerhard H.H. Müller-Schwefe